In der Eingewöhnungsphase ist es mein Ziel zusammen mit den Eltern, dem Kind das Einleben in die fremde Umgebung so leicht wie möglich zu machen. Diese Gewöhnungszeit dauert etwa vier bis sechs Wochen, wobei dies von Kind zu Kind unterschiedlich ist. Dazu nehme ich mir so viel Zeit wie möglich, da das Kind sich ja nicht nur an die fremde Umgebung, sondern auch an fremde Menschen gewöhnen muss. Vor Allem das Vertrauen zu mir, als Tagespflegeperson ist das wichtigste Ziel. Damit dies in der neuen Situation ohne Probleme geschehen kann, sollten die Eltern in der ersten Zeit immer bei ihrem Kind bleiben. Wenn es sich langsam an die neue Umgebung und mich, als Tagesmutter gewöhnt hat, werden die Zeiten, welche die Eltern noch bei ihrem Kind bleiben, immer kürzer. Wichtig ist aber, dass die Eltern immer in Reichweite bleiben, um sofort greifbar zu sein, falls das Kind weint und sich nicht beruhigen lässt. Dazu kann die Mutter (der Vater) im Treppenhaus warten oder man geht zusammen auf den Spielplatz, wo sich die Eltern entfernen und trotzdem sofort wieder da sein können. Die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind mich akzeptiert und sich von mir trösten lässt.

Eine Anmerkung in eigener Sache:

Ich habe die schlechte Erfahrung gemacht, dass der überwiegende Teil der Eltern die Eingewöhnungsphase am liebsten stark kürzen oder sogar ganz überspringen möchte. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies absolut kontraproduktiv ist.

Zukünftig werde ich in Sachen Eingewöhnung nicht mehr verhandeln! Diese Phase ist unumgänglich und muss so lange dauern, wie nötig. Dies gilt auch schon für die Kleinsten. Bitte denken und handeln Sie im Sinne Ihrer Kinder, für die dies eine große Umstellung ist. Hilfreich ist es, die Eingewöhnung schon einige Wochen vor dem Termin zu beginnen, an welchem Sie eine Tagesmutter haben müssen. Bei arbeitenden Müttern wären dies z.B. die letzten Wochen der Elternzeit.